Sarah Baumgart, kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Freiburg,
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer, Pädagogischen Hochschule Freiburg, Schwerpunkt u.a. Soziologie der Inklusion und
Cornelia Bossert, Dipl. Sozialarbeiterin, die•inklusion gGmbH

  • diskutieren über den aktuellen Stand der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention
  • erklären, warum Inklusion für alle Menschen und nicht nur für Behinderte gut ist
  • stellen Zusammenhänge zwischen Inklusion und sozialer Ungleichheit her
  • entwickeln Visionen, wie eine wirklich inklusive Gesellschaft gelingen kann
  • fragen, wo Baden-Württemberg in fünf Jahren in Sachen Inklusion stehen wird

Die Veranstaltung fand im Rahmen der "Woche der Inklusion 2021” der Stadt Freiburg statt.

 

Leider musste Frau Prof. Dr. Degener ihre Teilnahme am ursprünlich geplanten Livestream „Inklusion als Kindeswohlgefährdung” aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Die Veranstaltung mit ihr wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der Termin ist noch offen.

 

Menschenrecht
macht Schule. Wie Inklusion gelingt.

Dieser Beitrag zur Koalitionsverhandlung in Baden-Württemberg ist eine Zusammenarbeit des "Beirat für Menschen mit Behinderung", "bildung neu denken" und das "freiburger bündnis eine schule für alle".

"Sehr geehrte, liebe Mitglieder der Arbeitsgruppe Kultus im Rahmen der Koalitionsverhandlungen und liebe Abgeordnete,

nach 12 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention ist der Frust über die nach wie vor nur sehr schleppende Umsetzung der schulischen Inklusion in Baden-Württemberg hoch.
Auch und gerade in Zeiten von Corona - mit vielen Haushaltslöchern - besteht die Chance, bei der Inklusion sogar Geld zu sparen - indem die Finanzierung eines Doppelsystems endlich beendet wird. Es ist ineffektiv und unbefriedigend. Ein echtes Elternwahlrecht ergibt sich daraus definitiv nicht.

In Freiburg engagieren sich einige Gruppen für die Inklusion. Aus diesem Grund haben wir ein Forderungspapier erstellt, das für baden-württembergische Verhältnisse sicherlich verallgemeinerbar ist.
Wir legen Ihnen deswegen die Inhalte des angehängten Papiers für die Koalitionsverhandlungen sehr ans Herz und stehen für Rückfragen gerne zu Verfügung."

Hier können Sie unsere Stellungnahme herunterladen.

 


Der Beirat für Menschen mit Behinderung, der gemeinnützige Verein bildung neu denkene.V. und das freiburger bündnis eine schule für alle veranstalteten den OnlineTalk:

Mit dabei waren die Freiburger Landtagskandidat*innen:

  • Pascal Blank (Linke)
  • Manuel Herder (CDU)
  • Imke Pirch (Linke)
  • Gabi Rolland (SPD)
  • Nadine Saint-Cast (Grüne)
  • Marianne Schäfer (FDP)
  • Jennifer Sühr (SPD)

Den Impulsvortrag von Professorin Merz-Atalik können wir Ihnen aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht zeigen.

Hier können Sie unseren Live-Stream vom 10.12.2020 in einer Version mit Untertiteln sehen. 

Menschenrechte. Alle inklusive.
vom 10. Dezember 2020

Online Talk mit

Sarah Baumgart, kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg
Edgar Bohn, Vositzender des Grundschulverbands auf Bundesebene und von Baden-Württemberg
Uwe Bittlingmeyer. Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg
Bettina Knapp, Gesamtelternbeirat für Schulen in Freiburg
Carina Utz, Geschäftsleitung, Systemische Beraterin, FLUSS e.V. Freiburg
Andreas Wand, Leiter des Korczak-Haus Freiburg

Moderation: Cornelia Bossert

 

Der 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte. Der Tag, der seit 1948 daran erinnert, dass alle Menschen überall auf der Welt über die gleichen Rechte und Grundfreiheiten verfügen. In 30 Artikeln haben die Vereinten Nationen die Grundrechte als das gemeinsame Ideal aller Völker und Staaten festgelegt. Sie gelten von Geburt an für jede und jeden, sie schützen die Würde und den Wert jeder Person ohne Unterschied. Menschenrechte sind universell und unveräußerlich.

Eleanor Roosevelt, Vorsitzende der UN-Menschrechtskonvention, die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verfasste:

„Wo beginnen schließlich die universellen Menschenrechte? An kleinen Orten, nahe dem Zuhause — so nah und so klein, dass sie auf keiner Weltkarte zu sehen sind… Wenn diese Rechte dort keine Bedeutung haben, haben sie nirgendwo eine Bedeutung. Ohne konzentrierte Aktionen der Bürger, um sie in der Nähe ihrer Heimat aufrechtzuerhalten, werden wir vergeblich nach Fortschritt in der größeren Welt suchen.”

Originaltext:
„Where, after all, do universal human rights begin? In small places, close to home -- so close and so small that they cannot be seen on any maps of the world. [...] Unless these rights have meaning there, they have little meaning anywhere. Without concerted citizen action to uphold them close to home, we shall look in vain for progress in the larger world."

Menschenrecht
macht Schule. Wie Inklusion gelingt.

Wir danken
Jürgen Gerdes und Katharina Papke von der PH Freiburg. Sie haben die sehr interessanten Forschungsergebnisse des Verbundprojekts „Schule tatsächlich inklusiv” (StiEL) vorgestellt.
Edgar Bohn. Er hat seine Expertise als Vorsitzender des Grundschulverband Baden-Württemberg und ehemaliger Schulleiter in die Diskussionsrunde eingebracht.
Sarah Baumgart, Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg. Ihr Grußwort an diesem Abend und ihre kontinuierliche Unterstützung unserer Arbeit wissen wir sehr zu schätzen.
Den vielen Teilnehmenden. Die tollen Gespräche vor und nach der Veranstaltung bestärken uns in unserem Engagement.
Beeindruckend sind immer wieder die Schilderungen der Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Inklusion und das beständige Engagement von Hermann Maier, Leiter des Schulamtes der Stadt Freiburg, für den Ausbau inklusiver Schulen - trotz der bestehenden Widrigkeiten.
Bedauerlich war, dass die Dienste Gebärdensprachdolmetscherinnen Kendra Fassio und Sibylle Gaa nicht benötigt wurden.

Vermisst haben wir Entscheidungsträger*innen aus Politik, Gesellschaft und Institutionen sowie Vertreter*innen der Verbände der Schüler*innen, Eltern und Lehrenden. Gerade für sie ist das vom Bund geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt StiEL von besonderer Bedeutung.
Woran legt das geringe Interesse der Entscheidungsträger*innen und Verbandsvertretunge?
1. Viele halten ihr Wissen zum Thema Inklusion für ausreichend.
2. Das Thema Inklusion birgt zu viel Konfliktpotential.
3. Viele, die Inklusion umsetzen wollen/sollen, leiden unter den schlechten Rahmenbedingungen.
4. Die Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention wird nicht gewollt.
5. Zeitmangel der engagierten Menschen.

Schreiben Sie uns. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

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Das verweigerte Recht auf inklusive Bildung Logo

Zehn Jahre nach der Ratifizierung der UN- Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) begegnen Teile der Lehrerschaft, der Eltern und der Öffentlichkeit der Inklusion in Schulen mit Skepsis oder gar mit Ab- lehnung. Das segregierende Sonderschul- system steht dagegen weiterhin hoch im Kurs.
Dies sind Folgen einer Bildungspolitik, die die Idee der Inklusion grob verfälscht. Mit der Fälschung diskreditiert sie das Men- schenrecht auf inklusive Bildung. Sie verwei- gert Kindern und Jugendlichen das Recht, im gemeinsamen Lernen Anerkennung, gleich- berechtigte Teilhabe und Zugehörigkeit zu erleben und den Sinn von Bildung darin zu erfahren, Verantwortung für das eigene Leben, für die Gemeinschaft und für die Umwelt zu übernehmen (Delors 1996, UNESCO 2015).

Laden Sie hier die Streitschrift von Dr. Brigitte Schumann herunter.

(SCHRIFTENREIHE Eine für alle - Die inklusive Schule für die Demokratie-Heft 5)

Wir sind dabei Logo

Aufruf zum weltweiten Klimastreik-Tag
am 20. September 2019 | 10.00 Uhr
Platz der Alten Synagoge | Freiburg

Wir unterstützen die Forderungen der Fridays for Future Bewegung. Es gilt weltweit, in Deutschland, in Freiburg und in der Region umgehend und entschieden von Grund auf zu handeln.


STREIKT MIT UNS

Am Freitag, dem 20. September 2019, wird Fridays for Future mit einem weltweiten Streik eine Aktionswoche für das Klima beginnen.
Erstmals sind nicht nicht nur Schüler*innen, Kinder und Jugendliche aufgerufen, sondern wir alle.


SEID DABEI!

Schließt euch uns an!
Geht an diesem Tag mit euren Nachbarn, Kolleg*innen, Freund*innen und Familien auf die Straße, damit unsere Stimmen gehört werden und dies ein Wendepunkt in der Geschichte wird. Jede und jeder kann und muss mithelfen.
Gemeinsam bekennen wir Farbe und wagen uns heraus aus der Komfortzone – für unser Klima.


WIR SIND DABEI

Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation – die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts.
Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.