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podiumsdiskussion "inklusion ist eine haltung" | jetzt auf youtube

Hier anschauen: Impulsreferat Otto Herz | Inklusion ist eine Haltung
In seinem Impulsreferat erläuterte Otto Herz, weshalb eine inklusive Gesellschaft die Gesellschaftsform ist, die den heutigen Herausforderungen am besten gerecht wird. Dabei schlug er in seinem Vortrag am Beispiel seines eigenen Lebenswegs einen weiten Bogen von seiner Geburt in einer Bombennacht 1944 bis heute. Sein Fazit: in unserer globalisierten Welt sind alle Menschen „Weltbürger” oder noch besser „Planetarier”. Sich mit „Fremdem und Fremden anzufreunden”, Stärken zu fördern, statt Schwächen der Menschen in den Vordergrund zu rücken, ist für den Reformpädagogen das Gebot der Stunde. Ein integratives „Weiter so” unter dem Deckmantel der Inklusion darf es nicht geben. In einer inklusiven Gesellschaft gehören alle von Anfang an dazu, unabhängig von ihrer Abstammung, ihrem kulturellen Hintergrund oder ihrem sozialen Status. Inklusion muss endlich gemäß den ratifizierten UN-Konventionen (Menschen-, Kinder- und Behindertenrechtskonvention) angenommen und umgesetzt werden. Inklusion kann nicht auf die Integration Behinderter reduziert werden.

Hier anschauen: Podiumsdiskussion | Inklusion ist eine Haltung
Trotz Kritik an der Einladung der AfD war die von dem Freiburger Verein bildung neu denken organisierte öffentliche Veranstaltung „Inklusion ist eine Haltung” mit dem Reformpädagogen Otto Herz in der Mensa der Freiburger Hebelschule gut besucht. Rede und Antwort standen den rund fünfzig Teilnehmern der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix (Bündnis 90/Grüne) sowie die Landtagskandidaten Jens-Arne Buttgereit (FDP), Walter Krögner (SPD), Wolfgang Ott (AfD), Klaus Schüle (CDU) und Lothar Schuchmann (Linke).

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion führten sowohl die im Vorfeld per Facebook eingegangenen Fragen und Statements als auch die des Publikums zu einem lebhaften Austausch. Neben einem Vertreter des Freiburger Schülerrats, nutzten die beiden Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats Birgit Schumann und Daniela Körner die Gelegenheit, ihre Anliegen den Landtagskandidaten vorzutragen ebenso wie die Personalrätin Marlu Würmell-Klauss und Vertreter des „Freiburger Bündnis - eine Schule für alle”. Immer wieder beeindruckten die geschilderten, beispielhaften persönlichen Erfahrungen.
Wie wichtig diese Veranstaltung für die weitere Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft ist, lässt sich auch an der Teilnahme der Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg, Sarah Baumgart, und ihrer Kollegin aus dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Melanie Hildmann, ablesen.
In Baden-Württemberg wurde die Inklusion in den vergangenen fünf Jahren auf den Weg gebracht. Für deren Umsetzung gibt es allerdings noch sehr viel zu tun. Unabhängig davon, ob Schulleiterin, Schüler, Eltern oder Lehrer sind sich die Veranstaltungsteilnehmer darüber einig, dass Inklusion nicht auf Behinderte beschränkt werden kann, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft.
Die zukünftige Landesregierung und der Landtag müssen mit Hilfe entsprechender Kommunikationskonzepte und Maßnahmen dafür sorgen, dass in der Bevölkerung das Bewusstsein für Inklusion weiter wächst, sie zum Gestaltungsprinzip in allen Lebensbereichen erhoben wird. Unterstützt wird die Entwicklung der inklusiven Gesellschaft nach Ansicht der Erstunterzeichner des von bildung neu denken aufgestellten Forderungskatalogs auch durch die Verpflichtung aller Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen, deren Prinzipien im Alltag zu berücksichtigen. Des weiteren sollen alle Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion in einem Ministerium für Inklusion gebündelt, entsprechende Aktivitäten von diesem vorangetrieben und regelmäßig überprüft werden. Im Sinne einer inklusiven Gesellschaft müssen Berichte und Statistiken über den aktuellen Stand der Entwicklung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

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