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„das selektive schulsystem überwinden“ | landespressekonferenz 6. februar 2013

Die anschließende Fragenrunde ging noch einmal sehr in konkrete Rückfragen zum Stand der jetzigen Situation an den Gemeinschaftsschulen. Da diese sehr alleine gelassen und in jeder Hinsicht schlecht ausgestattet sowie dadurch an der Leistungsgrenze arbeiten, wurde aus der erfahrungsgetränkten und emotional betroffenen Antwort von Doro Moritz dann der Beitrag in der Landesschau gedreht.

Die Korrespondenten haben ganze Arbeit geleistet und noch am gleichen Tag den neuen Kultusminister zu den Inhalten der Landespressekonferenz befragt. Daraus wurde dann die dapd-Meldung, dass die „Integration behinderter Schüler nach Plan verlaufe“. (http://www.t-online.de/regionales/id_62059310/kultusminister-integration-behinderter-schueler-verlaeuft-nach-plan.html) Und man bekam den Eindruck, als ob die Pressekonferenz hauptsächlich eine Veranstaltung der GEW gewesen sei. (http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/stoch-will-wahlfreiheit-fuer-behinderte--68927793.html) Dies wurde dann gleich noch von den mittlerweile zahlreich aus dem Boden wachsenden Bündnissen „Pro Bildung“ und „Pro Realschule“ „Pro Wahlfreiheit“ in Stellungnahmen und in einem Leserbrief gegeneinander ausspielend und mit gewaltigen Begriffs-Retorsionen durchsetztem Statement kundgetan. (http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-68/mitunter-werden-sich-die-wuensche-nicht-erfuellen--69338584.html)

Je länger allerdings die Gemeinschaftsschulen sich weitgehend und schlecht ausgestattet selbst überlassen bleiben und Politik in der Zeitschiene zu langsam Rahmenbedingungen verbindlich festzurrt, desto mehr haben diese Gegenbewegungen Chancen Gehör zu finden: „Schaut Euch doch dieses Chaos an …“. Und der Volksentscheid zur vom Gemeinderat gewollten Gemeinschaftsschule in Bad Saulgau ruft Hamburger Erinnerungen wach.

Über die „Politik des gehört werdens“ bringen sich deswegen die zivilgesellschaftlichen Partner zukünftig verstärkt und deutlicher formulierend zum Thema „länger gemeinsam Lernen“ und „Inklusion“ ein.

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